Flussbeschreibung

Neisse und seine Umgebung

Neisse, besser Lausitzer Neisse (Lužická Nisa auf tschechisch, auf polnisch Nysa Łużycka, auf sorbisch Łužiska Nysa) ist ein Fluss, der an der Grenze der Gemeinden Nova Ves nad Nisou und Smržovka im Süden der Isergebirge quellt. Zunächst fließt nach Süden, in Jablonec nad Nisou (Gablonz an der Neisse), wo es sich beruhigt und fließt durch dicht besiedelte Landschaft.

 

In Jablonec nad Nisou fließt in den Lausitzen Neisse der Weisse Neisse ein, wo zwischen Jahren 1906-1910 der Stausee Mšeno (Talsperre Jablonec nad Nisou) mit Betonstaumauer 20 Meter hoch gebaut wurde. Der Stausee wird von unterirdischen Tunneln aus dem Weißen Neisse und der Lausitzen Neisse zugeführt, dient als Schutz gegen Hochwasser und für die Erholung der Bewohner Jablonec nad Nisou.

 

Eine weitere der Städte im Tal des Lausitzen Neisses ist Liberec (Reichenberg), das sich dank tuchmachen und später der Textilindustrie entwickelt wurde. Liberec prangt mit seinen Gedenkstätten wie eine Renaissance-Schloss aus dem 16. Jahrhundert, verbunden mit der neuen Burg aus dem 18. Jahrhundert und ein Renaissance-Rathaus. Das älteste Denkmal sind die Fachwerkhäuser Valdštejn (Waldstein) in der Windstraße aus dem 17. Jahrhundert. Zoo Liberec ist der älteste in Tschechien und wurde im Jahr 1904 gegründet. In seinem Nachbarschaf ist ein botanischer Garten gegründet im 1876. Die natürliche dominant, die zu Liberec typisch gehört ist Ještěd (Jeschken) mit seinem 1012 m.

 

In Machnín unter Liberec verlässt der Fluss ein dicht bevölkertes Gebiet, fliesst ein Naturschutzgebiet Hamrštejn mit Resten der Burg Hamrštejn vorbei, verläuft durch die ursprüngliche Siedlung der Sorben Chrastava und alte Bergbaustädte in Weisser Kirche. Unter der Stadt Hrádek nad Nisou verlässt der Fluss nach 54 Kilometern die Tschechische Republik.

 

Früher schlängelte sich der Neisse reich rund um Hradek nad Nisou, nach Zittau und Hirschfelde, heutzutage wird er schon reguliert. Trotzdem rennt er schnell. Da gab es einen Teichbereich. Die alten Eichen beim Dreiländereck stellten alte Deiche dar. Der Kohlebergbau im Zittauer Becken erzwang aber in den 1930er Jahren eine Regulierung. In Hirschfelde treffen wir das alte Wärmekraftwerk auf der deutschen Seite, heutzutage gibt es schon nur ein Museum. Am rechten Ufer steht ein berühmtes Kraftwerk Turow. Bis zum Kraftwerken ist Wasser ziemlich sauber, weiter wird es vom Berkwerken bisschen getrübt.

 

Vom Hirschfelde bis nach Görlitz gibt es, unsere Meinung nach, die schönste Strecke. Neisse ist in das Waldtal eingetaucht. Es ist voll von Kieselsteine.

Eine beliebte Attraktion ist hier der Abfahrt in runden Schlauchbooten zum Kloster Marienthal. Die ganze Stadt Marienthal ist sehenswert. Unter dem Kloster fließt Neisse in das Görlitzen Tal ein. Vom Fluss gibt es hier leider keine besondere Aussicht auf die Landschaft. Der Fluss ist in die Erde gebeisst. Aber er rennt schnell, er ist wieder mäandernd. Die Ufer sind mit Büschen bedeckt.


Auf dem Weg nach Görlitz sind mehrere alte Wasserwehre. Sie unterscheiden sich davon, was wir bei unseren Flüssen normalerweise kennen, aber sie sind überwindbar. Die Fahrt mit dem Boot wird hier bestimmt spannend. Man muss dort immer Kontrolle haben. Bei der Stadt Radimerzic fliesst sich ein Fluss Smeda in Neisse ein. Hier ist auf der polnischen Seite eine barocke Wasserburg. Wir empfehlen Ihnen die Fahrt noch vor der Stadt Görlitz aussteigen, da in Görlitz es zu navigieren ein schwieriges Wasserwehr gibt.

Apropos Görlitz hat mehr als 150 Jahre Rudersport Tradition - und diese Idee wurde direkt am Neisse entstanden.


Weiter vom Görlitz ist Neisse ruhiger. Es hat eine kleinere Steigung. Um die regelmäßige Bereicherung kümmern sich die Brückenruinen. 1945 wurden sie in Luft geworfen und die meisten von den wurden nie mehr erneuert. Die Ruinen an der Stromsohle bilden Stromschnellen. In der Nähe von Zentendorf fahren wir den östlichsten Punkt Deutschlands vorbei. Ja, es ist auf unserer "Neisse"! Dieser Punkt wird mit einem Schild auf der Weide gezeigt. Und hier können wir auch den König der Fauna treffen - den Biber. Die Dämme an den Ufern und die typisch abgebissene Baumstämme lassen keinen Zweifel über Bibern aufkommen. Aus Rothenburg nach Bad Muskau für mehr als 100 km gibt es einen weiteren Schlauchbootverleih. Es gibt auch ein Imbiss und Erfrischungsmöglichkeit.


Neisse macht hier eine echte Grenze. Auf der deutschen Seite ist eine dichte Siedlung. Auf der polnischen Seite ist echter Wildnis und tiefes Wald. Am Ende des Krieges sind die Dörfer entvölkert und verschwunden. Genau wie in Tschechien. Auch Wölfe sind in den Wald zurückgekehrt. Es gibt in der Umgebung auch etwas für Eisenbahnfans. Jede größere Stadt hatte eine Landebahn und der Neisse wird von den nicht benutzten alten Routen überquert. Interessant ist zum Beispiel die Stadt Forst mit seinem Güterzug "Schwarze Jule". Der Schlosspark in Bad Muskau mit seiner Waldbahn ist eben einen Besuch wert.


Nur 20 km vom Zusammenfluss entfernt liegt die Stadt Guben. Es ist eine andere Stadt, die nach dem Krieg geteilt wurde. Der Kern von historischer, vom Krieg fast zerstörter Stadt, liegt in Polen. Deutschland blieb Zentrum des Industriegebietes.

Unter Guben schafft Neisse die letzten Kilometer. Bis zur Krieg war schiffbar für Frachtschiffe aus der Oder. Heute ist es verstopft und dient nur noch für sportsegeln. Lausitzer Neisse endet mit der Mündung in die Oder in einem kleinen Dorf Ratzdorf nach 256 km langen Reise. Nur 28 Meter über der Seehöhe aber das Meer ist immer noch 300 km entfernt. Die große Menge des Oder-Wassers kann diese Entfernung jedoch leicht überwinden. Sie werden dort viele Radfahrer und Tschechen treffen, die auf dem berühmten Oder-Neisse Radweg fahren.


Länge des Flusses: 252 km

Fläche des Flusses: 4297 km²

Durchschnittsdurchfluss: 5,4 m³ / s

Quelle: Im Isergebirge, weniger als ein Kilometer vom Bedrichov, in Höhe 765 M. ü. M.

Nebenflüsse Neisses:

von rechts: Weißer Neisse, Harcover Bach, Schwarzer Neisse, Jerice, Smeda, Oldrichovsky Bach, Rotes Wasser, Lubsza

von links: Novovsky Bach, Vydri potok, Brauereibach, Border Bach, Mandava

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